Aktuell
Stellungnahme zu Sonderbauzone in Ballwil
16.05.2012
Die Gemeinde Ballwil möchte im Gebiet Neualp in der Landwirtschaftszone eine Sondernutzungszone und damit eine Bauzone schaffen. Bei der bisher ansässigen Firma dürfte es sich um einen klassischen Gartenbaubetrieb gehandelt haben. Der künftige Nutzer möchte hingegen einen Gartenbaubetrieb mit Verteilzentrum errichten. Hierzu ist die Erstellung von mindestens einem grösseren, permanenten Gebäude geplant. Es handelt sich damit um eine bodenunabhängige Produktion bzw. um einen Wirtschaftszweig, der eher in einer Industriezone anzusiedeln wäre, keinesfalls aber in der Landwirtschaftszone. Mit der Schaffung einer Sonderbauzone wird versucht, die künftige Nutzung als zonenkonform zu bewilligen.
Pro Natura Luzern erachtet die geplante Sonderbauzone aus Sicht des Landschafts- und Kulturlandschutzes und einer nachhaltigen Siedlungspolitik als äusserst problematisch. Sie hat eine entsprechende Stellungnahme verfasst.
Download der Stellungnahme (pdf, 196 KB)
Veranstaltungen im Juni 2012
15.05.2012
Am Samstag 9. Juni betreibt der Fledermausschutz Kanton Luzern vor dem Stadttheater einen Informations- und Erlebnis-Stand zum Braunen Langohr, Tier des Jahres 2012 von Pro Natura. 8:30 - 16:00 Uhr.
Am Mittwoch 13. Juni, 13:45 - 16:10 Uhr, führen Peter Staubli, Beck und Staubli und Samuel Ehrenbold, Pro Natura Luzern, Interessierte ins Hochmoor Foremoos im Eigenthal. Anmeldung bis 11. Juni beim öko-forum.
Am Freitag 29. Juni findet in Luzern eine Abendexkursion zum Thema Fledermäuse statt.
(detaillierte Ausschreibung folgt)
Übersicht und Details zu sämtlichen Veranstaltungen von Pro Natura Luzern.
Rückblick Erlebnistag 30 Jahre Seebelüftung
14.05.2012
Am Samstag 12. Mai fand in Gelfingen am Baldeggersee der Erlebnistag 30 Jahre Seebelüftung Baldegger- und Hallwilersee statt.
Rico Kessler, Abteilungsleiter Politik und Internationales bei Pro Natura, äusserte sich in seiner Rede zur Situation des Baldeggersees und zu den bisher getroffenen Massnahmen aus Sicht der Naturschutzorganisation und als Besitzerin des Sees.
Download des Referats von Rico Kessler (pdf, 122 KB)
Download des Interviews mit Samuel Ehrenbold im Seetaler Bote vom 10. Mai 2012 (pdf, 349 KB)
Weitere Informationen zum Schutzgebiet Baldeggersee
Einsprache gegen Deponiezone in Eschenbach
07.05.2012
Die Gemeinde Eschenbach will im Gebiet Waldibrücke eine Deponiezone ausscheiden. Pro Natura Luzern erachtet den Standort im Allgemeinen, insbesondere aber die Lage und Ausdehnung der geplanten Deponiezone u.a. aus folgenden Gründen als problematisch:
- durch den Deponiebetrieb würden ein Bach und mehrere Wassergräben überschüttet. Diese Lebensräume sind wichtige Strukturen in einer ansonsten strukturarmen Landschaft und sie dienen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum.
- durch den Deponiebetrieb würde die südostexponierte, extensiv genutzte Böschung überschüttet. Sie stellt einen weiteren, wichtigen Lebensraumtyp im ansonsten landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebiet dar, u.a. für die Zauneidechse, eine gefährdete Reptilienart.
- die geplante Deponie käme in unmittelbarer Nähe zum Amphibienlaichgebiet und Flachmoor von nationaler Bedeutung zu liegen. Dadurch ist mit einer akuten Gefährdung bzw. einer ernstzunehmenden Beeinträchtigung der Lebensräume zu rechnen. Die Nähe zum Schutzgebiet ist deshalb sowohl aus landschaftlicher Sicht, insbesondere aber aus ökologischer Sicht nicht akzeptierbar.
Pro Natura Luzern fordert deshalb in ihrer Einsprache, dass die geplante Deponie redimensioniert wird.
Stellungnahme zum Konzept «Windkraft auf dem Lindenberg»
07.05.2012
Pro Natura Luzern begrüsst grundsätzlich die Ausarbeitung eines regionalen Konzepts zur Ausscheidung von Gebieten für Windkraftanlagen. Pro Natura Luzern hat zum Konzept Stellung genommen und u.a. folgende Anmerkungen deponiert:
- im Konzept gilt Wald in Übereinstimmung mit dem kantonalen Konzept Windenergie grundsätzlich als Ausschlussgebiet (Standorte im Wald sind nicht bewilligungsfähig). Zu Waldrändern soll aber nur ein Abstand von 20 Metern eingehalten werden. Dieser Wert ist deutlich zu tief. Pro Natura Luzern fordert einen Abstand von einer Anlagenhöhe (Nabenhöhe plus Rotorblatt), aber mindestens 50 m plus Rotorblatt.
- für Zugvögel besteht bei allen Standorten ein grosses Konfliktpotential. Damit diese Konflikte entschärft werden können, müssen die Anlagen bei starken Konzentrationen von Zugvögeln abgestellt, eine permanente, automatisierte Radarüberwachung eingebaut und auf eine permanente Beleuchtung verzichtet werden. Neue Stromleitungen sind zudem zwingend unterirdisch zu führen.
- zwei Standorte liegen in einer Landschaft von kantonaler Bedeutung bzw. in einem Landschaftsschutzgebiet.
- die Auswahl der Standorte ist teilweise problematisch. Fünf von zehn Standorten sollten aus unserer Sicht nicht weiter verfolgt werden, da schwerwiegende Vorbehalte geltend gemacht werden könnten und dies nicht zielführend wäre.
- regional, kantonal oder national tätige Umwelt- und Naturschutzorganisationen sollen vollständig und in einem frühen Projektstadium einbezogen werden.
Jugru-Sommerlager «Steini On Aletsch Ice» ist ausgebucht
03.05.2012
Das Sommerlager «Steini On Aletsch Ice» vom 4. bis 11. August 2012 ist ausgebucht!
Infos zum Sommerlager 2012 (pdf, 250 KB)
Medienmitteilung: Angeln am Baldeggersee
26.04.2012

Ab 1. Mai beginnt am Baldeggersee die Angelsaison. Wer am Baldeggersee angeln möchte, benötigt dazu entweder ein Angelpatent, das bei Pro Natura Luzern bezogen werden kann oder eine Tageskarte, die bei einer der fünf Verkaufsstellen im Seetal erhältlich ist.
Jugendliche unter 16 Jahren dürfen in bestimmten Angelabschnitten ohne Patent angeln.
Angelbestimmungen für den Baldeggersee
Der Baldeggersee ist ein Naturschutzgebiet und gehört seit 1940 Pro Natura. Die naturnahen und unverbauten Ufer mit reichhaltiger Pflanzen- und Tierwelt sind das Ergebnis langjähriger Schutzbestimmungen. Deshalb darf am Baldeggersee nur in den Angelzonen geangelt werden. Die Angelbestimmungen sind zwingend zu beachten. Verboten ist u.a. das Angeln mit lebenden Fischen, das Angeln mit Setzschnüren oder Senknetzen oder das Hältern von lebenden Fischen. Das Aufsichtsteam des Sportfischervereins kontrolliert auf ihren regelmässigen Rundgängen das Einhalten der Bestimmungen.
Download der Medienmitteilung vom 24.4.2012 (pdf, 196 KB)
Weitere Informationen: Angeln am Baldeggersee
Medienmitteilung: Pro Natura Luzern ehrt Maturandin für ökologisches Aufwertungsprojekt
23.04.2012
Es war kein einfaches Projekt, welches Antonia Ruckli aus Sulz sich als Thema für ihre Maturaarbeit ausgewählt hatte. Nach Abschluss der Arbeit jedoch können alle Beteiligten, aber vor allem Antonia Ruckli, stolz sein auf die erbrachte Leistung. Pro Natura Luzern überreichte Antonia Ruckli anlässlich der Einweihungsfeier auf dem Sonnenhof in Sulz als Anerkennung für die herausragende Maturaarbeit einen Preis.
Download der Medienmitteilung vom 21.4.2012 (pdf, 264 KB)
Neuerscheinung: Wildtiere - Hausfreunde und Störenfriede
05.04.2012

Ob in der Stadt oder auf dem Land, wir bewohnen unsere Häuser selten alleine. Ganz abgesehen von vertrauten Haustieren leisten uns auch viele Wildtiere Gesellschaft. Dieses Zusammenleben beleuchten Michael Stocker und Sebastian Meyer in ihrem neuen Buch «Wildtiere: Hausfreunde und Störenfriede».
Die Autoren stellen zunächst 38 Tierarten vor, die ihr Zuhause in oder an Häusern einrichten. Je nach Bedürfnis siedeln sich verschiedene Tiere in unterschiedlichen Teilen eines Gebäudes an: So überwintern Fledermäuse in Kellern, während Mehlschwalben den Schutz im Winkel zwischen Dach und Fassade als Nistplatz nutzen. Über einen Igel, der sich im Garten eingenistet hat, freut sich (fast) jede Familie. Sachkundig führen die Autoren die Besonderheiten verschiedener Wildtiere und ihre Ansprüche an Nist- und Wohnplätze vor Augen. Engagiert erklären die Autoren die Wechselwirkungen im Zusammenleben zwischen Mensch und Tier. Für Fälle, die viel Konfliktstoff bieten, stellen sie Tipps zur Entschärfung der Lage vor. So erfährt man etwa, wie der Frühling sich für präventive Aktionen gegen die Vermehrung von Wespen eignet. Schlafende Fledermäuse im Keller soll man hingegen nicht berühren, da diese keine Probleme verursachen. Mit hochwertigen Bildern und nachvollziehbaren Zeichnungen ist das Buch eine beeindruckende Informationsquelle. Darüber hinaus inspiriert es zur aktiven Unterstützung der Artenvielfalt und des friedlichen Zusammenlebens von Mensch und Tier.
Das Buch ist im Haupt Verlag erschienen, umfasst 352 Seiten, 630 Farbfotos und 70 Zeichnungen und kostet Fr. 39.90. ISBN: 978-3-258-07664-5
Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis (pdf, 347 KB)
Jahresbericht / Jahresrechnung 2011 und Budget 2012
04.04.2012
Den Jahresbericht 2011 sowie Jahresrechnung 2011 inklusive Budget 2012 finden Sie als PDF-Dateien in der Rubrik «Spenderinformationen».
Beobachtungshütte Ronfeld wieder geöffnet
03.04.2012
Die Beobachtungshütte im Ronfeld bei Hochdorf offeriert den Besuchenden einen schönen Blick in die Landschaft des Seetals. Mit etwas Glück und ein bisschen Geduld lässt sich der pfeilschnelle Eisvogel, der elegante Weissstorch oder vielleicht auch mal eine Ringelnatter beobachten.
Die Beobachtungshütte im Ronfeld bei Hochdorf ist ab Samstag 31. März 2012 wieder geöffnet. Öffnungszeiten: jeweils am Mittwoch, Samstag und Sonntag sowie an allgemeinen Feiertagen von 9 bis 18 Uhr. Die Beobachtungshütte ist zu Fuss ab den Bahnhöfen Hochdorf oder Baldegg Kloster in rund 15 Minuten erreichbar.
Der Frühling steht vor der Tür: Jetzt auf torffreie Erde umstellen!
06.03.2012

Aus ökologisch wertvollen Hochmooren stammender Torf bildet auch heute noch den Hauptbestandteil der meisten Erdprodukte, die im Fach- und Detailhandel erhältlich sind. Das sollte nicht sein, denn beim Torfabbau werden ganze Moorlandschaften zerstört und Kohlendioxid freigesetzt, das zum Klimawandel beiträgt. Zudem ist der Einsatz von Torf vollkommen unnötig, denn Ersatzprodukte sind heutzutage ebenbürtig.
Weitere Informationen:
Pro Natura Ratgeber Mein Garten ohne Torf (pdf, 1.7 MB)
Pro Natura Einkaufsführer Torffreie Erdprodukte (pdf, 159 KB)
Aktualisierte Obstsortenliste
14.02.2012

Die aktualisierte Obstsortenliste mit Informationen zu alten Sorten, Förderprogrammen, Eignung, Herkunft, Pflückreife, Verwendung, Robustheit und Feuerbrandanfälligkeit. Neu bieten wir Ihnen eine zusätzliche Liste mit Sortenempfehlungen für Höhenlagen an.
Die Obstsortenlisten und weitere Informationen zur Hochstammförderung sind auf der Projektseite Hochstammförderung zu finden.
Alle Einsatzplätze für Zivildienstleistende 2012 vergeben
14.02.2012
Sämtliche Einsatzplätze für Zivildienstleistende 2012 sind belegt. Es werden ab sofort keine weiteren Bewerbungen entgegengenommen.
Jeweils von Anfang Juni bis Ende November können Zivildienstleistende bei Pro Natura Luzern einen Einsatz im Bereich Naturschutzgebiets-Pflege leisten. Wir bieten fünf Einsatzplätze für die Dauer von vier bis 26 Wochen an. Anfragen für 2013 nehmen wir ab Herbst 2012 gerne entgegen.
Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Das Braune Langohr im Kanton Luzern
25.01.2012
Das Braune Langohr ist mit etlichen Wochenstubenquartieren im Kanton Luzern vertreten. Die typische Dachstockbewohnerin ist aber manchmal auch in Fledermaus- oder Vogelkasten anzutreffen. Am ehesten wird man ihm auch in Estrichen von Bauernhäusern oder Kapellen- und Kirchendachstöcken begegnen. Beliebt scheinen auch Jagd- oder andere Waldhütten zu sein.
Pro Natura hat das Braune Langohr (Plecotus auritus) zum Tier des Jahres 2012 gewählt. Der Flugakrobat ist in der Schweiz gefährdet, wie fast alle der rund 30 einheimischen Fledermaus-Arten. Vor allem aufgeräumte Wälder und «herausgeputzte» Landschaften machen den Fledermäusen zu schaffen. Pro Natura macht mit ihrer Wahl des «fliegenden Hasen» zum Tier des Jahres 2012 auf den schlechten Zustand der Biodiversität in der Schweiz aufmerksam.
Das Tier des Jahres 2012 ist an mehreren Veranstaltungen ein Thema. Übersicht über sämtliche Veranstaltungen von Pro Natura Luzern.
Weitere Informationen:
Fledermausschutz Kanton Luzern (externe Seite)
Pro Natura Tier des Jahres 2012 (externe Seite)
Kanton verschleppt Landschaftsschutz
12.11.2011
Wenn der Luzerner Regierungsrat den kantonalen Richtplan nun als definitiv bezeichnet, ist das nur die halbe Wahrheit. Die nun vorgenommenen Anpassungen sind nur geringfügig ausgefallen, obwohl der Bundesrat im August den Luzerner Plan mehr als deutlich gerügt hatte. Der Änderungsbedarf wäre gross, würde der Kanton seine Aufgabe ernst nehmen.
Die bereits in der Vorprüfung geforderte Betrachtung der Landschaftsentwicklung sowie die Schaffung von Schutzzonen für Landschaften, die bereits in kantonalen oder Bundesinventaren verzeichnet sind, wurden vom Kanton Luzern in die nächste Richtplanungsrunde verschleppt. Ebenso der bessere Schutz der Fruchtfolgeflächen in der Kulturlandschaft.
Auch über die Zukunft der Weilerzonen herrscht weiterhin Unklarheit. Hier hat es der Kanton verpasst, Anforderungen zu formulieren, die für solche Zonen gelten sollen. Das kann nun bei jeder Ortsplanungsrevision wieder zu Diskussionen führen. Von einer Präzisierung der Ausführungen, wie sie der Regierungsrat beschreibt, kann daher nicht ernsthaft die Rede sein.
Ich bedaure es sehr, dass die Dienststelle für Raumentwicklung, Wirtschaftsförderung und Geoinformation (RAWI) ihre Arbeitsschwerpunkte einseitig auf Wirtschaftsförderung und Geoinformation legt und sie die Chancen einer nachhaltigen Raumentwicklung noch nicht erkannt hat. – Eigentlich sollte der Richtplan die Grundlagen für eine zukunftsfähige Entwicklung im Kanton Luzern legen. Doch einmal mehr kommt die Landschaft unter die Räder.
Stefan Lauber, Präsident Pro Natura Luzern
Pro Natura Standpunkt Energiepolitik
03.08.2011
Pro Natura ist der Überzeugung, dass die Energie in der Schweiz wirkungsvoller und weniger umweltschädlich produziert und genutzt werden muss und kann. Oberste Priorität haben Massnahmen, die dazu beitragen, dass der Energieverbrauch in der Schweiz bis 2050 um zwei Drittel sinkt.
Der letzte Standpunkt zur Energiepolitik von Pro Natura wurde 2004 verabschiedet. Seither haben sich die energiepolitischen Rahmenbedingungen in der Schweiz stark verändert. Deshalb wurde der Standpunkt Energiepolitik überarbeitet und liegt jetzt in neuer Fassung vor.
Download: Standpunkt Energiepolitik (PDF, 400 KB)
Umfrage zur Zersiedelung in der Schweiz: Schweizer sehen nach wie vor Handlungsbedarf
05.02.2009
Die Zersiedelung unserer Landschaft wird weiterhin als dringendes Problem wahrgenommen. Eine repräsentative Umfrage zeigt deutlich, dass für einen Grossteil der Schweizerinnen und Schweizer zu viel Land verbaut wird und dass die Siedlungsfläche auf dem heutigen Stand beschränkt werden sollte. Lesen Sie auf der Medienseite von Pro Natura mehr dazu.
Grafik zur Umfrage herunterladen ... (PDF, 19 KB)





