Im Ronfeld sind die Büffel los!
Am vergangenen Samstag entliess Landwirt Sepp Villiger im Ronfeld drei Wasserbüffel aus dem Anhänger. Es dauerte nicht lange, bis sich die kleine Herde an der Vegetation gütlich tat und die tieferen Stellen der 1,5 ha grossen Flutmulden für eine Abkühlung nutzte – typisch Wasserbüffel. «Wasserbüffel sind genügsam und geben sich auch mit zähen Pflanzen wie Schilf oder Rohrkolben zufrieden», sagt Sepp Villiger, dem die Tiere gehören.
Wasserbüffel halten sich gerne in Gewässern oder im schlammigen Uferbereich auf und werden deshalb auch als Landschaftspfleger eingesetzt. Pro Natura Luzern möchte im Ronfeld mit Hilfe der Tiere die üppig wachsende Vegetation in Schach halten und vermehrt offene Bodenstellen schaffen. Die Beweidung mit so wenigen Tieren ergänzt die Lebensräume mit einem abwechslungsreichen Mosaik an ungenutzten und genutzten Flächen, die vielen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum dienen. Vögel finden auf vegetationslosen Bodenstellen Nahrung. Libellen wie etwa die gefährdete Sumpfheidelibelle legen ihre Eier bevorzugt auf feuchten Boden mit wenig Vegetation ab.
Die Wasserbüffel sind nicht ganzjährig auf der Fläche, sondern über eine oder zwei längere Phasen im Jahr. Dabei genügen ihnen die kargen Pflanzen als Nahrung und sie werden deshalb nicht zugefüttert. Für Pro Natura Luzern lohnt sich der Einsatz der Weidetiere: Der Lebensraum wird vielfältiger, das Pflanzenmaterial wird sinnvoll verwertet und der Einsatz von Maschinen kann deutlich reduziert werden.